Dezember 2011
1. Videotipp
Merkel redet. Ihr Handy läutet. Sehen Sie, wie sie reagiert.
Schlußfolgerung: Kann jedem passieren. Die Welt geht nicht unter. Ein netter Kommentar, und Sie gewinnen sogar Sympathie dazu.
2. Videotipp
Bundestag: Christian Lindner über die Grünen. „Eine Enttarnung.“ Anlaß Castortransport.
Rhetorische Beurteilung (keine politische): Gut vorbereitet. In sich 100% logisch argumentiert. Geschickte Übergänge von einem Argument / Thema zum jeweils nächsten. Druckreif frei gesprochen. Ausgezeichnete Körpersprache (bitte alle Bewegungen in ihrem inhaltlichen Konnex genau beobachten).
Wirkung auf den angesprochenen Gegner: erzielt (siehe, was dieser sichtlich absichtlich tut). Wirkung auf Außenstehende, nicht in den Konflikt Involvierte: Beurteilen Sie sie für sich.
Interpretation: Lindner hat die wohl wichtigste Frage der Redevorbereitung für sich beantwortet: „Was will ich bewirken?“ Das hat der Rede Dynamik und Dynamis gegeben.
Schlußfolgerung für Sie, mein Tipp: Machen Sie sich auch so an die Arbeit. Was will ich bewirken? Sache darlegen. Klartext sprechen. Logisch, knapp argumentieren. Ohne Untergriffe angreifen. Leidenschaft zeigen. Gute Alternative zeigen. Appellieren. Abtreten.
Ich danke meinem Newsletterleser Dr.Dieter Zakel MA (www.zakel.at) an dieser Stelle für diesen Filmtipp. Wenn Sie etwas rhetorisch Sehenswertes oder Lustiges finden, schicken Sie mir den Link. Wenn Ihr Tipp zu meinem Newsletterkonzept paßt, greife ich ihn sehr gerne auf! Danke!
3. Was wünsche ich mir heuer für Sie zu Weihnachten? Mehr Power Point!
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Wollen Sie lieber in den Hintergrund treten als als Blickfang auf der Bühne im Vordergrund stehen?
Tipp dazu: Schalten Sie schon vor Ihrem Erscheinen die erste Folie ein, wo alle lesen können, wer Sie sind und „zu was“ Sie reden. Sie brauchen sich dann nur mehr zu räuspern und/oder mit Blick auf die Wand (!) die erste Folie vorlesen, die in der Zwischenzeit eh schon alle kennen. - Wollen Sie das Spiel der Energiefelder lieber den Zuhörern und den Lichtstrahlen an der Leinwand überlassen als die Energiefelder zwischen Ihnen und Ihren Zuhörern selber lenken?
Tipp dazu: Dann lassen Sie Power Point ohne Unterbrechung weiterlaufen. Der humanoide Lesezwang zwingt die Leute nämlich, die Folien anzuschauen und die vielen, vielen Wörter und Tabellen und Zahlen und Pfeile zu sortieren und zu begreifen zu versuchen. Nach dem Motto: „Herr Redner, reden Sie nur weiter, es hört Ihnen ohnehin niemand mehr zu.“ Oder krasser: „Bitte um Stille. Ich kann mich nicht konzentrieren.“
- Wollen Sie sich die Mühe einer dienstleistungsstarken und wirkungskräftigen und sogar unterhaltenden Aufbereitung Ihres Themas ersparen und lieber einen systematisch geordneten und global graphisch gleich gestalteten, 100% sterilen und inhaltlich glatten, unangreifbaren, öffentlichen Spickzettel verwenden? Und wollen Sie sicher gehen, ja nichts individuell Unterscheidbares zu bringen und sich so von anderen Rednern in der Branche ja nicht zu unterscheiden (pfui, allein der Gedanke!)?
Dann verwenden Sie Power Point. Sie machen alles so wie alle anderen überall auf der Welt. Außerdem: Sie bleiben nie mehr stecken (außer bei technischem Ausfall, aber das ist ja dann „höhere Gewalt“). Und: Sie haben keine Störungen aus dem Publikum. Warum? 20% entziffern gerade die Folien. 70% surfen im Internet oder dösen gemütlich dahin. Und 10% bereiten sich gerade auf ihre nächste Power Point Präsentation vor. Da der Raum wegen Power Points im Dämmerzustand ist (den Zuhörern gleich), fällt das alles weiter gar nicht auf. Power Point verhindert ja Gott sei Dank jedweden Blickkontakt. Ist also sogar multikulturell verträglich, weil burkakompatibel. (Ich werd’ Verkäufer von Power Point in Afghanistan, denke ich mir gerade.) - Wollen Sie sich und Ihrem Publikum Zeitgewinn verschaffen? Immerhin gibt’s eh mehr als genug zu arbeiten! Und alle reden vom Burnout (wobei Power Point Fetischisten das Burnout der Beamerbirne mehr fürchten als ihr eigenes).
Mein Tipp: Ja, dann verwenden Sie Power Point – aber präsentieren Sie es nicht live. Rufen Sie nicht 550 Mitarbeiter aus dem ganzen Land in den fensterlosen Konferenzsaal im Keller eines Betonhotels. Sondern: Ab mit ihm in ein File und per E-Mail schnell an die Adressaten. Im Büro läßt sich das genauso anschau’n. Rechnen Sie den Zeitgewinn in Geldwert um – und Sie sehen: Power Point macht alles gut, sogar die Stimmung Ihres Controllers.
Alles kehrt! Natürlich umgekehrt! Meinen wahren Weihnachtstraum zeige ich Ihnen hier:
Wer sind Sie denn, daß Sie sich unter Ihrem Wert verkaufen? Wer sind Sie denn, daß Sie die Führung einem Werkzeug namens Power Point überlassen? Wer sind Sie denn, daß Sie einen elektronischen Spickzettel brauchen? Wer sind Sie denn, daß Sie nur mit Farben, Graphiken und Lichteffekten wirken können? Wer sind Sie denn, daß Sie die Blicke Ihrer Leute auf eine beleuchtete Wand ablenken? Sie schauen ja auch lieber und besser in die Augen Ihrer Zuhörer! Und umgekehrt lenken Sie deren Blicke und deren Aufmerksamkeit auf sich und ihre Konzentration ganz auf Ihre Worte.
So führen Sie mit Ihrer Rede.
So wirken Sie mit Ihrem Wort.
So nehmen Sie Einfluß auf Ihre Zuhörer.
So multiplizieren Sie Ihre Überzeugung.
So erreichen Sie Ihr Wirkungsziel.
So schaffen Sie etwas.
So verschaffen Sie jemanden zu etwas.
So gewinnen Sie Autorität und Gefolgschaft.
So helfen Sie. Power Persönlichkeit. Ihre Leute brauchen Sie.
Daher Zitat (Quelle unbekannt): „Rise to speak. And speak to rise!”
Mein Vorschlag für Sie heute:
Bereiten Sie Ihre nächste Rede bitte so vor, als gäbe es gar kein Power Point. Probieren Sie’s! Sie werden staunen! Und Ihre Zuhörer auch. Dankend sogar. Da bin ich mir sicher.
4. Rhetorikberatung für Ihr Unternehmen:
Natürlich ist das unter Punkt 3 Beschriebene ein Kulturbruch sondergleichen und ein eklatanter Paradigmenwechsel. Daher ist das am Anfang mit Anstrengung und Zeitaufwand verbunden. Ganz klar.
Bedenken Sie aber den großen Nutzen: Menschen, individuelle zumal, wirken wieder. Sie führen wieder. Sie gestalten wieder. Sie mobilisieren wieder. Und alles mit dem geredeten Wort. Wo Verstand und Seele zusammenfinden und kräftig sind und andere wieder anstecken: mit Mut, Einsicht, Hoffnung, Tatkraft, Wissen und Verantwortung. Ganz abgesehen davon, daß gute Reden fähig sind, gute Gemeinschaften zu bilden und gute Redner gut führen lernen und umgekehrt. „Speaking is a meta-skill of leadership.“
Das hinzukriegen kostet Sie viel Zeit? Mag sein. Nur: Bedenken Sie den Gewinn aus der Zeitinvestition: Denn es gibt auch ein return-on-investment-of-time. Wer gut redet, wird viel ernten. Das beweist die Geschichte an sich – und die Geschichte hervorragender Führungspersönlichkeiten in Wirtschaft und Politik, daß gutes Reden sich lohnt.
Wenn ich Ihnen und Ihrem Unternehmen dabei als „Rhetorikexperte mit Leidenschaft“ von Nutzen sein darf, kontaktieren Sie mich. In einem unverbindlichen Gespräch klären wir gemeinsam, wie wir den rhetorischen Paradigmenwechsel herbeiführen. Er ist wichtig und dringend.
5. Neu online: www.lampenfieber-runter.com
Eine Sonderdienstleistung von dynamis / Géza Molnár. Bitte schauen Sie hinein. Vielleicht betrifft es Sie oder jemanden in Ihrer Firma oder jemanden, den Sie privat kennen. Lampenfieber ist natürlich. Manchmal aber einfach wirklich viel zu hoch. So natürlich es ist, so natürlich können wir es runter bringen, Grad um Grad. Ich will da gerne helfen, beraten und dem Betreffenden zeigen, wie er oder wie sie frei wird, um fröhlicher ans Reden zu gehen. Ich bin für Sie immer erreichbar! Lampenfieber runter – eine wichtige und eine gute Sache!
6. Reden vorbereiten helfen?
Wenn Ihre Zeit zu knapp wird jetzt im Dezember! Nicht verzagen – Molnár fragen! Es gehört zu meinen Diensten, Ihnen dabei behilflich zu sein, eine Rede (privat oder beruflich) vorzubereiten. In welcher Weise genau – das besprechen wir persönlich. Ich bin flexibel und mache einfach das, was Sie brauchen und was Ihnen am besten hilft. Schreiben Sie mir oder rufen Sie mich an. Alles weitere dann! Ich freue mich auf Sie!
Meine Damen und Herren,
ich wünsche Ihnen, daß Sie den anstrengenden Dezember gut schaffen und daß Sie nachher schöne gesegnete Weihnachten feiern und sich ausruhen können, womöglich mit denen, die Sie lieb haben!
Als kleine Aufmerksamkeit von mir gebe ich Ihnen diesen Link mit der schönsten Rede, die ich seit langem gesehen und gehört habe. Diese Rede zu kommentieren, gebührt sich gar nicht. Sehen Sie sie einfach an: Videolink
Ihr Géza Molnár, e.h.

