August | September 2011

1. Drei kleine Videoclips mit zwei kurzen Redetips
  1. Pelzig erklärt die Finanzkrise: Videolink
    Redetip
    : Wenn etwas verwirrend ist, verwirre ruhig Dein Publikum, aber würze es mit Humor!

  2. In Österreich vergleicht  man’s so: Videolink
    Redetip
    : Wenn Du Vergleiche bemühst, achte immer darauf, daß das Anschauungsbeispiel zum Publikum paßt. In Österreich: Bier paßt immer. Und für alles. Und überhaupt.

  3. Und wenn Sie mitspielen wollen, bittesehr, hier eine kleine Anleitung – alt, aber gut: Videolink
    Dazu ist mir kein Redetip eingefallen. Nur das Sprichwort „Ehrlich währt am längsten“. Nur, so lange hat sie in dem Fall ja auch nicht gewährt. Daher lieber: „Wehret den Anfängen!“

2. Den Rede – Versprecher des Sommers

habe ich leider nirgends als Mitschnitt gefunden. Aber zitieren möchte ich ihn allemal. Daß er so passiert ist, überrascht angesichts des Feminismus – Fanatismus (FF) nicht wirklich:

Im Zuge der Verhinderung der Debatte über die Änderung der Bundeshymne fordert ausgerechnet der GESUNDHEITssprecher der ÖVP, Dr. Erwin Rasinger, einen „nationalen Selbstmordplan“! – Wen wundert’s? (Gemeint war natürlich ein nationaler Plan zur Suizidprävention).


3. Großer Redetip:

 

Was können Sie tun, um bei einer Präsentation oder Rede unverwechselbar und einzigartig zu sein?

Sie können zwei Dinge tun:

Zuerst: Reden Sie über sich! Zweitens: Erzählen Sie Geschichten!


Im Zuge einer Geschäftsanbahnung für meine Filmlizenzagentur war ich bei einer absolut innovativen Technologiefirma eingeladen. Der Kaffee war gut. Die Leute freundlich. Das Ambiente gemütlich. Das Produkt hochinteressant und sicher beeindruckend.

Sicher“ beeindruckend? Wo ist der Haken? Leider bei der Präsentation. Sie war übel. Inwiefern war sie übel? Sie war üblich. Powerpoint. Bildschirm an. Niemand hat mir mehr in die Augen geschaut. Und ich auch niemandem mehr. Dialog war tot. Die  Managerin hat nur mehr vorgetragen, was ich eh vor mir flimmern gesehen habe. Eine solche technologische Entwicklung auf eine solche Art herzuzeigen? Warum nur?

Messen, Konferenzen, gesellschaftliche Anlässe und auch solche B2B Präsentationen: Viele Reden zu einem Anlaß oder zu einem Themenkreis. Klar, daß da Übliches in üblicher Weise übel abläuft.

Aber: Malen Sie sich plastisch vor Augen: Die Zuhörer und Adressaten – sie haben schon x Reden zu diesem Thema hier gehört, und sie haben schon x Präsentationen über solche Technologieprodukte gesehen. Wollen Sie ihnen nun das [x+1]-Allerlei vor die Nase und die Augen setzen?

Wollen Sie sich nun als Redner / Präsentator wirklich unter Ihrem Wert verkaufen und  eben nur eine ganz übliche Präsentation „abliefern“?

Der Maler Henri Matisse hat einmal gesagt: „Für einen Maler gibt es nichts Schwierigeres als eine Rose zu malen. Denn dazu muß er zuerst alle Rosen vergessen, die jemals gemalt worden sind!“

Rednern geht’s ähnlich. Sie haben aber ein Instrument zur Hand, das sie rettet:

Erzählen Sie! Packen Sie das Übel gerade der sog. 08/15 Präsentationen an der Wurzel: Erzählen Sie Geschichten. Ihre Beziehung zu diesem Produkt. Ihre Geschichte mit dem Produkt. Über Ihre Gefühle zu diesem Objekt der Begierde, zu dem das Produkt ja werden soll für den, dem Sie es zeigen. Und wenn Sie ein „rationales Tier“ sind, angeblich total ohne Gefühle, weil ja nur Fakten zählen: Dann staunen Sie eben erzählend über Zahlen, Daten und Fakten und stecken Sie Ihr Gegenüber damit an! Auch Z, D, F haben in ihrer Zusammenfügung und in ihrem Zusamenspiel eine Schönheit, einen Klang, eine Harmonie, die wunderbarerweise funktioniert. Verstecken Sie die nicht. Zeigen Sie sie her!

Die Managerin, die ich da erlebt habe – sie hat kein einziges Mal „ich“ gesagt. Sie hat kein einziges Mal erzählt, wer, wann wie auf die Idee gekommen ist, diese Technologie zu entwickeln. Da war null Geschichte.

Erzählen Sie! Machen Sie es menschlich. Erzählen Sie zum Beispiel von Hürden. Von Pannen. Von Rückschlägen. Von rettenden Helden. Von zündenden Ideen, und wie sie enstanden sind. Von Überraschungen. Wendungen. Relevanten Begegnungen. Erzählen Sie von einer phantastischen Eingebung, wo immer sie Ihnen gegeben worden sein mag. Vielleicht war’s in der Cocktailbar. Oder im Kino oder in der Badewanne – was weiß ich?

Aber bitte machen Sie sich einzigartig, machen Sie Ihr Unternehmen einzigartig, machen Sie Ihr Produkt einzigartig – gerade dann, wenn es tatsächlich verwechselbar ist, weil die Konkurrenz in Wirklichkeit dasselbe hat, nur halt  mit einem andern Design.

Machen Sie’s einzigartig, indem Sie erzählen. Es gibt viele Rosen.Aber die Rose aus Ihrer Hand, die ist was Besonderes. Individuell ausgesucht, sorgfältig geschnitten, ihre Dornen entschärft, die Blume elegant überreicht. Von Herzen.


4. Mein Linktip für Sie:

www.zitate.de

Das Zitat von Henri Matisse oben habe ich von dort. Sie können sich dort anmelden und erhalten jeden Tag das Zitat des Tages. Wie es so ist mit täglichen Zusendungen, immer gefallen sie einem nicht. Aber es ist doch immer wieder ein tolles Zitat dabei, das Sie gerne verwenden werden. Kostet nix. Und was die Website sonst alles kann und für Sie bietet – entdecken Sie’s selbst! Viel Vergnügen!


5. SEMINAR:  Gut reden – Gutes reden – gut ankommen !
Für wen halte ich dieses Seminar?
  • Für alle, die gut reden können wollen.
  • Für Geübtere, die das alles auffrischen wollen.
Sie werden Antworten auf diese und viele andere entscheidende Fragen finden:
  • Wie gewinne ich gegen mein Lampenfieber und die Nervosität?
  • Wie gewinne ich die Zuhörer für mich?
  • Wie wirke ich mit meiner Stimme und Körpersprache, mit meinem Auftritt?
  • Wie mache ich es, daß mir alle gerne zuhören?
  • Wie setze ich Präsentationsmedien am besten ein? Power Point? Flipchart?
  • Wie kann ich das Ganze kreativ gestalten?
  • Wie bereite ich mich auf meine Rede professionell und umfassend vor?
  • Wie sieht ein brauchbares Redekonzept aus?
  • Wie wichtig ist es, daß ich ganz frei rede?
  • Was tue ich bei verschiedenen Pannen oder bei unangenehmen Zuhörern?
  • Was kann ich gezielt tun, um die Wirkung im Publikum zu erreichen, die ich bewußt bewirken will?
  • Welche rhetorischen Mittel habe ich zur Verfügung, um meinen Zuhörern emotional und rational gute Substanz mitzugeben?
  • Welche Gelegenheiten bietet jede Rede, sodaß es gut ist, daß ich sie sehe und auch nutze?
  • Was heißt das für den Redner: „Gut ankommen.“? – Und wie mach’ ich das praktisch?

Im Seminar üben wir auch praktisch. Qualifiziertes konstruktives Feedback hilft Ihre individuelle Rhetorik zu verbessern. Keine gruppendynamischen Spiele o.ä. die Privatsphäre des einzelnen Teilnehmers tangierende Seminarmethoden.

  • Wann & wo ist das Seminar?
    Donnerstag, 22.09.2011 bis Freitag, 23.09.2011 in Wien. Adresse folgt mit Anmeldebestätigung.
  • Dauer?
    Donnerstag 10 Uhr bis Freitag 16:30 Uhr.
  • Kosten?
    1.250,00 € netto, zahlbar bis 15.09.2011.
    Seminar, 2 Mittagessen, 1 Abendessen, Pausenjausen und –getränke, 1 Nächtigung.
    Bitte um Info bei Anmeldung, wenn keine Nächtigung vonnöten (ändert den Gesamtpreis!).
  • Anmeldung: bis 12.09.2011 über das Kontaktformular.
    Wenn eine Firma mehr als 1 Teilnehmer anmeldet, gibt’s einen netten Rabatt. Fragen Sie mich danach, wenn es Sie betrifft!
  • Weitere Fragen? Bitte rufen Sie mich an: 0676 / 72 55 143


Mit besten Grüßen,

Ihr G. Á. Molnár, e.h.

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