Juni | Juli 2011

1. Englische Rhetorik

Ein „must“ für alle, die wirtschaftlich international unterwegs sind. Bereits als Ministerpräsident hatte er unermüdlich aufgezeigt, was er dann als neuer EU-Kommissar auch hergezeigt hat.

Sehen Sie und hören Sie Herrn Kommissar Günther Öttinger.

„No worries“: Wo Öttingers „slang“ für Sie sonst unverständlich wäre, sind die englischen Sätze transkribiert.

„Sänk yu for yor kaind ettänschän!“


2. Die Jubelrede von Aloysius Paulus Maria van Gaal

Wie wohlklingend seine Namen, so tollklingend seine feurige, punktgenaue, massenanfeuernde, begeisternde Jubelrede zum großen Sieg seiner großartigen Mannschaft.

Für Feiern und Motivationsreden siegreicher Art als Animationsfilm und Vorbild der dialogführenden Redeweise sehr zu empfehlen!

Ganz abgesehen davon, daß van Gaal mit dieser Rede auch den Unbeteiligten so ansteckt, daß er sich mitfreut und van Gaal und seinen Mannen die Freude „volle Kanne“ gönnt.

Schau’s Dir an und freu’ Dich auch! Es ist egal, wie lang’ das her ist.


3. „Ich danke Ihnen für dieses Geräusch!“ Ein paar Videos vom unvergeßlichen Heinz Erhardt.

Ein Genuß, diese Geschichten und Gedichte und Pointen zu erleben. Und ein phantastisches Lehrbeispiel für alle unter uns, die zu reden haben.

Ich schlage Ihnen dazu eine dreifache Aufgabenstellung vor:

  1. Zunächst: Lehnen Sie sich zurück, entspannen Sie sich und genießen Sie einmal, was Sie da erleben.
  2. Sodann: Schreiben Sie die Einleitungen Wort für Wort in ein Heft. Sie können sie sicher dann und wann als heitere Einleitung für Ihre Reden verwenden. Außerdem: Erst beim Abschreiben wird Ihnen das ganze wunderbare Ausmaß der Formulierungskunst Erhardts bewußt. Und darüberhinaus: Ihre Phantasie steckt er auch an, und Sie erfinden in Folge Unerhörtes zum lustigen Hören.
  3. Schließlich: Machen Sie es Erhardt nach, wo sich die Gelegenheit dazu ergibt. Und tragen Sie ein lustiges Gedicht, einen komischen Reim umsogscheiter heiter weiter. Wäre das nicht eine entspannende Überraschung bei einer tiefernsten Konferenz oder staubtrockenen Messe? Die Leute werden Sie lieben!

Videolinks:


4. Noch einmal „Lachen“ in der Redeeinleitung: Gregor Gysi.

Wer mich persönlich kennt, weiß, daß ich ein ganzer Antikommunist bin. Aber Ehre, wem Ehre gebührt: Einer meiner aktuellen Lieblingsredner ist der Kommunist Dr. Gregor Gysi. Ein Meister der freien Rede!

Sehen Sie sich die ersten beiden Minuten dieser Rede hier an: Videolink. Es soll uns heute nur um die Einleitung gehen. Diese Einleitung ist ein Musterbeispiel für jeden, der auch nach einigen andern in Reihenfolge zum mehr oder weniger selben Thema reden muß.

Entdecken Sie die charmanten Komplimente, Seitenhiebe, Pointen Gysis. Und mit welch’ scharfer Klinge er klug klarmacht, wie und wieso er Dinge wiederholt, die schon gesagt worden sind. Absolut nachahmenswert! Spüren Sie hier auch, welche Lust Rhetorik machen kann im Spiel mit Worten und positiven Emotionen?


5. Und lachen am Grabe? Darf das, kann das überhaupt sein?

Oder aus der Sicht des Redners gefragt: Beim Begräbnis die Trauernden zum Lachen bringen – darf ich das?

Meine Antwort: Ja. Ja – dann, wenn es natürlicherweise geht. Wenn es sich also aus dem Fluß des wertschätzenden Erzählens über den Verstorbenen heraus wie von selbst ergibt. Und wenn es ein tröstendes, tröstliches, erleichterndes, erinnerndes Lachen ist (kein lauthalses, schenkelklopfendes natürlich).

Eines der besten Beispiele dafür ist die Trauerrede des Alten Bush bei der Verabschiedung des 2004 verstorbenen Präsident Reagan * 1911. Hören Sie sie und sehen Sie sie und lesen Sie sie mit: PDF.

Was eine gute Grabrede ausmacht und ein paar weitere praktische Tipps von mir finden Sie hier: PDF.

So hat sich diesmal zum längsten Sonnentag des Jahres der Bogen des Lachens vom internationalen Business über sportliche Siege bis hin zum Grabe gespannt.

Mir bleibt, Ihnen einen wunderschönen und guttuenden Sommer zu wünschen!

Wenn Sie mich für eine Dientsleistung brauchen – nur zu! Ich freu’ mich über jedes Geschäft, auf jede Aufgabe und auf Sie! Auch im Sommer!

Ihr G.Á. Molnár

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